Terror gewinnt die Oberhand?

Eine interessante Frage: Darf Terror das normale Fernsehprogramm beeinflussen?

Der Hintergrund ist die Verschiebung von 2 Tatorten in Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris in denen Till Schweiger den Hauptdarsteller gibt und in denen es nicht einmal unmittelbar um Terror geht, sondern lediglich am Rande um Geiselnahme ohne terroristischen Hintergrund.
Es ist einsehbar das ein Fußballspiel wegen einer konkreten Bedrohung abgesagt wird, aber 2 fiktive Filme absetzen erscheint doch ein wenig surreal angesichts der Tatsache das jeden Tag tausende von Menschen eines gewaltsamen Todes sterben, nur halt nicht unbedingt in Europa sondern in Erdteilen die wahrscheinlich als weniger relevant wahrgenommen werden.
Betrachtet man nun das ganz normale Fernsehprogramm dieser Tage fällt auf das unter dem Kriterium der Tatort-Filme etliche weitere Filme ähnlichen Couleurs ohne Probleme gezeigt werden.
Es drängt sich der Verdacht auf das die öffentlichrechtlichen Rundfunkanstalten, in diesem Fall die ARD, eine Zensur für den Konsumenten vornimmt und ihm die persönliche Entscheidung abnehmen was er imstande ist zu ertragen oder zu verstehen. Die ARD erhebt sich zum Elternteil anstatt in einer neutralen Haltung zu verweilen.
Und der entscheidende Punkt ist: Sie beugen sich dem Terror, lassen es zu das die Terroristen indirekt Entscheidungen fällen und das Kommando übernehmen. Es ist unerheblich ob die beiden Tatorte Qualität besitzen, es geht um das Prinzip.

Gastbeitrag von G. Berner

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